Spezielle Hypnosetechniken

Hier werden verschiedene Ansätze der Hypnose gezeigt und gelehrt. Hypnose ist weit mehr als das klassische „Ihre Augen werden schwer“. Über die Jahrzehnte haben sich verschiedene Strömungen entwickelt, die von autoritären Befehlen bis hin zu sanften, fast unmerklichen Gesprächstherapien reichen.

 

Spezielle Techniken

 

Fraktionierung: das wiederholte kurze Aufwecken und Zurückführen in Trance, um die Tiefe jedes Mal zu verdoppeln.

 

Konfusionstechnik: Den Verstand durch Paradoxien so sehr verwirren, dass das Unbewusste „freiwillig“ in die Trance flüchtet.
 

Ideomotorische Signale: Das Unbewusste antwortet durch minimale Fingerbewegungen (Ja/Nein), ohne dass der Klient sprechen muss.
 

Kleiner Realitäts-Check: Entgegen dem Klischee aus Filmen verliert man in der Hypnose (egal nach welcher Schule) nie die totale Kontrolle. Es ist eher ein Zustand fokussierter Aufmerksamkeit – wie wenn man ein Buch liest und die Welt um sich herum vergisst.
 

Die Simpson-Protocol-Technik
Benannt nach Ines Simpson, ist dies eine der modernsten Formen der Hypnose.

Funktion: Sie arbeitet fast ausschließlich mit der oben genannten Ideomotorik. Der Hypnotiseur spricht nicht mit dem Klienten, sondern lässt das „Höhere Selbst“ oder das „Überbewusstsein“ des Klienten die Arbeit machen.

 

Ziel: tiefste Trancezustände (Esdaile-Zustand), in denen tiefgreifende energetische Veränderungen ohne viel Reden möglich sind.

 

Parts Therapy (Teilearbeit)
Diese Technik geht davon aus, dass unsere Persönlichkeit aus verschiedenen Anteilen besteht (z. B. der „innere Kritiker“, der „Genießer“, der „Ängstliche“).
 

Funktion: In Hypnose tritt man in Kontakt mit dem Anteil, der ein unerwünschtes Verhalten steuert (z. B. das Rauchen). Man fragt nach der positiven Absicht dieses Teils und verhandelt mit ihm über neue Wege, dieses Ziel zu erreichen.
 

Ziel: Inneren Frieden und Verhaltensänderung durch Kooperation statt Selbstkampf.

Die Chandelier-Technik (Visualisierung)

 

Funktion: Der Klient stellt sich komplexe Bilder vor – etwa eine Treppe, die hinabführt, einen Fahrstuhl oder einen sich drehenden Kronleuchter (Chandelier).

 

Ziel: Vertiefung der Trance durch Bindung der visuellen Aufmerksamkeit.